Update

Hallo liebe Freunde,

seit meinem letzten Eintrag sind schon mehrere Monate vergangen.

Ende November gingen wir Volontäre für zwei Tage (Freitag auf Samstag) ins Armenviertel nach „Independencia“ (dt.: Unabhängigkeit), wo wir in Gastfamilien untergebracht wurden. 
Am ersten Abend halfen wir mit beim Hausbau einer dort ansässigen Frau. Danach verbrachten wir die Nacht in den jeweiligen Gastfamilien. Meine Gastfamilie bestand aus David und Pilar (beide ungefähr 30 Jahre alt) und Ibra­ín (10 Jahre alt). Ich selbst habe die Konstellationen nie richtig verstanden, allerdings sind David und Pilar kein Paar, sondern nur Mitbewohner, wie sie meinten.
Meiner Gastfamilie ging es den Umständen der Gegend entsprechend relativ gut, da sie fließend Wasser, Strom, Klo, Dusche, Herd, Ofen und sogar WLAN und eine Waschmaschine hatten. Die Familie war sehr herzlich und bekochte mich sehr lecker. Leider hat man hier in Perú, gerade bei sozial schwächeren Personen, das Gefühl, als Deutscher wie etwas Besseres behandelt zu werden. Dieses Gefühl hatte ich unglücklicherweise auch bei der Familie, weshalb die Gespräche nie ganz locker waren.
Am Morgen danach halfen wir Volontäre mit, die Treppen anzustreichen. Dabei fiel mir auf wie groß die Solidarität zwischen den Nachbarn und Bewohnern des Viertels ist, da sie alle zusammen mithalfen und bereits um 6 Uhr morgens begannen.
Das Viertel liegt an einem Hügel, wo die am weitesten oben gelegenen Häuser weder eine Strom- noch Wasserversorgung haben. Aufgrund der fehlenden Perspektiven im Rest des Landes und der sogenannten „Landflucht“ ziehen immer mehr Menschen aus den Provinzen in die Hauptstadt, da es dort medizinische Versorgung, Bildungsmöglichkeiten und Arbeit gibt. Die Stadt wächst somit immer weiter, wofür sie niemals ausgelegt war und was zu vielen Problemen führt. Mittlerweile zählt Lima schon mehr als elf Millionen Einwohner.
Auch zu erwähnen sei, dass mich mein dortiger Gastvater David die Wochen danach noch mehrere Male anrief, einfach um nachzufragen wie es mir ginge.
Zum Abschluss des Ausfluges stiegen wir noch auf den Gipfel einer der dortigen Hügel, von welchem aus man eine unglaubliche Aussicht auf Lima hatte.

Anfang Dezember ging es dann mit zwei weiteren Freiwilligen für ein Wochenende zurück nach Trujillo, wo wir einen Vortrag über die Verschmutzung unseres Planeten durch Plastik hielten und Möglichkeiten aufzeigten, dessen Verbrauch zu verringern.

Am folgenden Wochenende hatten wir aufgrund eines Feiertags samstags frei und so entschlossen wir uns als Freiwillige über das Wochenende in die Wüstenstadt „Ica“ zu fahren, wo wir in einem Hostel an der Oase „Huacachina“ untergebracht waren. Die Zeit dort nutzen wir um mit einem Sandbuggy durch die Wüste zu heizen, Sandboarding zu machen, im Pool baden zu gehen und die unglaubliche Schönheit des Sternenhimmels zu bewundern.

Kurz vor Weihnachten wurde meine Gastnichte Alessia getauft und feierte ihren ersten Geburtstag, der hier in Perú besonders groß gefeiert wird. Anschließend an die Taufe waren ungefähr 60 Gäste geladen, die mit Abendessen, jeder Menge Torte und Süßem, Liveband und sogar eine Clownsgruppe für die Kinder verwöhnt wurden.

Weihnachten selbst verbrachte ich mit meiner Gastfamilie. In Perú feiert man Weihnachten in der Nacht vom 24. auf den 25. um 0 Uhr mit dem Abendessen. Bereits davor trinkt man zusammen heiße und viel zu süße Schokolade und isst „Panetón“ (ein Gebäck etwa wie Hefezopf, nur nicht so lecker und viel zu süß). Danach folgt dann die Bescherung.

Zwischen Weihnachten und Silvester hatten wir Zwischenauswertungsseminar in „Azpitia“, wo ein Grundstück des YMCAs außerhalb von Lima liegt. Die Zeit dort nutzten wir, um auf die vergangenen Monate zurückzuschauen und auf die kommenden vorauszuschauen.

Silvester verbrachte ich mit meiner ehemaligen Gastfamilie vom Schüleraustausch ganz spontan und chaotisch (eben typisch peruanisch) am Strand.

Im neuen Jahr fing dann das Sommerprogramm an, da zu dieser Zeit in Perú Sommerferien sind (Ende Dezember bis Anfang März).
Meine Aufgabe war es bei einem Programm für verschiedene Altersgruppen von Kinder mitzuhelfen, das man sich wie eine Jungschar vorstellen kann. Außerdem hatten wir auch mit Jugendlichen z.B. im Jugendkreis zu tun und eine Volontärin und ich hielten freitags einen Deutschkurs für Interessierte.
Die Zeit war aufgrund unseres coolen Anleiters soweit gut, leider aber hatte ich sehr oft frei und so kam ich auf fast vier freie Tage die Woche.

Ende Januar war noch der 30. Geburtstag meiner Gemeinde, den sie sehr groß mit über 20.000 Besuchern im Nationalstadion feierte. Ein Tag zuvor half ich als Dankeschön der Gemeinde an die Stadt dabei mit, Strände sauberzumachen.

Im Februar sollte ich dann als Mitarbeiter bei Kinderfreizeiten außerhalb von Lima mithelfen. Leider kam ich aufgrund mehrerer Faktoren aber im Endeffekt nur auf eine einzige Kinderfreizeit (drei Tage), bei der ich mithelfen konnte, im ganzen Februar.

Ende Februar stand dann unser Zwischenseminar an. Dazu wurden YMCA-Freiwillige aus Kolumbien eingeflogen und auch Volontäre aus anderen Organisationen, z.B. aus Chile, nahmen Teil.
Bereits wie beim Zwischenauswertungsseminar reflektierten wir die vergangene Zeit und schauten auf die kommende voraus. Außerdem hatten wir auch viel Freizeit, die wir mit den anderen Freiwilligen auf dem tollen Gelände mit Pool nutzten.

Anfang März war es dann schon soweit: Meine Familie kam mich besuchen.
Zusammen mit meinen Eltern blieben wir zunächst ein paar Tage in Lima, um ihnen alles zu zeigen und die Gastfamilien vorzustellen. Danach stieß meine Schwester hinzu und wir besichtigten gemeinsam Cusco und Costa Rica. Es war wunderschön wieder mit meiner Familie vereint zu sein und ich genoss die Zeit sehr.
Als Abschluss meines Urlaubs ging ich dann noch mit Timo zusammen nach Kolumbien, wo es auch sehr schön war.

Nun beginnt der April und die Arbeit geht wieder los.

Liebe Grüße nach Deutschland und vielen Dank für eure Unterstützung!

Gut Kick

Manuel

Treppen anstreichen mit Timo in Independencia 25/11/18

Sternenhimmel in der Wüste 09/12/18

Alessias Taufe und erster Geburtstag 22/12/18

Zwischenseminar 25/02/19

Mit meiner Familie auf „MachuPicchu“ 11/03/19

Auf der Karibikinsel „San Andrés“ vor der Küste Nicaraguas 29/03/19
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Back in Lima

Hallo liebe Freunde,

seit meinem letzten Blogeintrag ist etwas Zeit vergangen, weshalb dieser etwas ausführlicher wird.

Am 1. Oktober kam ich in Trujillo früh morgens an, wo wir von den vier deutschen FSJ-lerinnen, die dort in unserem Haus wohnen, mit einem Frühstück sehr nett empfangen wurden. Mit unserer Ankunft, fing die für das Haus zuständige peruanische Familie dann auch an, unsere Zimmer zu putzen, obwohl sie schon seit einem halben Jahr wussten, dass wir kommen werden. Typisch peruanisch eben. Die Wohnung war leider das komplette Gegenteil als vorab kommuniziert. Entgegen der Aussagen, dass wir in Trujillo auf einen Wasserfilter, ein Gefrierfach, schnelles bzw. überhaupt funktionierendes WLAN und warmes Wasser treffen würden, bewahrheitete sich nichts dergleichen. Immerhin bekamen wir später die Erlaubnis uns einen Wasserfilter zuzulegen. Hinzu kam, dass die Wohnung eine Durchgangswohnung ist, wodurch sich die Privatsphäre sehr einschränkte. Damit, dort zu wohnen, hatte ich überhaupt kein Problem, allerdings waren die Erwartungen aufgrund der vorher getätigten Aussagen natürlich andere, was die Ankunft nicht erleichterte.

Auch die Aussage, wir Volontäre würden in Trujillo unbedingt gebraucht werden, traf leider genauso wenig zu. An meinem ersten Arbeitstag bekam ich meinen Arbeitsplan, der von mir verlangte elf Stunden pro Woche zu arbeiten. An dieser Stelle sei allerdings anzumerken, dass sich die produktive Arbeitszeit auf maximal drei Stunden pro Woche belief. Meine Arbeit bestand daraus, unter der Woche Kinder bei den Hausaufgaben zu betreuen. Da meistens aber nicht mal eine Handvoll Kinder anwesend waren und die Anwesenden selten Unterstützung brauchten, verbrachte ich die Zeit häufig mit meinem Handy. Die drei produktiven Arbeitsstunden fanden dann samstags statt, an denen wir eine Art Jungscharstunde zuerst für Jugendliche und danach für Kinder zu halten hatten. Montags, donnerstags und sonntags hatte ich frei.

Aufgrund dieser alles andere als zufriedenstellende Arbeitssituation und aufgrund der Tatsache, dass auch die Stadt und das angrenzende Meer meiner Meinung nach v.a. im Vergleich zu Lima sehr enttäuschend waren, kamen in mir u.a. Gefühle von Leere und Einsamkeit hoch, weswegen ich schlussendlich zum Ende des Monats (Oktober) nach Lima zurückkehrte und wo ich jetzt auch für das restliche FSJ bleiben werde. Zuletzt sei aber unsere Gemeinschaft in unserem Haus in Trujillo positiv hervorzuheben, denn mit den anderen Deutschen im Haus verstand ich mich gut und diese Gemeinschaft war wie eine Blume in der Wüste.

Zurück in Lima wurde ich gewohnt herzlich von meiner Gastfamilie empfangen, mit der ich mich sehr gut verstehe und für die ich sehr dankbar bin. Das Umfeld hier in Lima mit meiner Gastfamilie, meinem Mitbewohner Timo, den restlichen Volis und meinen peruanische Freunden tut mir sehr gut und ich fühle mich sehr wohl.

Meine Arbeitssituation hier ist zwar besser als in Trujillo, leider aber trotzdem nicht zufriedenstellend. Montags und dienstags arbeite ich im Programm „Crecemos Felices“, wo Kindern aus sozial schwachen Familien nach dem täglichen Fußballspielen und Tanzen, bei den Hausaufgaben geholfen wird und sie ein Abendessen bekommen, mit. Meine Aufgabe ist dort montags eigentlich nur bei den Hausaufgaben zu helfen. Da bei diesem Programm aber schon vier Frauen hauptamtlich arbeiten und deswegen kaum Arbeit für uns übrig bleibt, langweile ich mich dort sehr. Dienstags ist das ebenfalls so, allerdings sind wir an diesen Tagen zusätzlich eine Stunde lang für ein christliches Programm mit Liedern, Spielen und Geschichte zuständig. Nach meinem freien Tag mittwochs helfe ich donnerstags abends bei einem Teenykreis des CVJM mit und freitags abends bei einem Jugendkreis ebenfalls des CVJM. Samstags bin ich dann beim „Club de Emprendedores“, ein entwicklungspolitisches Programm für Jugendliche, wobei wir Volis für den christlichen Teil zuständig sind. Sonntag ist frei. Die Arbeit macht mir hier leider nur sehr verhalten Spaß und viele Projekte, die uns im Vorfeld des FSJs versprochen wurden, fehlen leider komplett.

In meiner Freizeit hier gehe ich gerne surfen, generell Sport machen und essen. Auch haben Timo und ich hier schon eine sehr coole Gemeinde gefunden, wofür ich sehr dankbar bin. Zuletzt fanden Timo und ich auch einen Laden mit sehr gut nachgemachten Trikots, der das ein oder andere Loch in meinem Geldbeutel verursacht.

Gebet

Danke für:

– die gute Hausgemeinschaft in Trujillo

– die Rückkehr nach Lima

– mein Umfeld in Lima

Bitte für:

eine Veränderung der Arbeitssituation

Abrasieren unsere Haare mit Carlos in Chacla 30/9/18

Mittagessen mit Timo 21/10/18 (v.o.n.u.: Lomo Saltado, Milanesa)

Meine Gastoma Dolor (dt. Schmerz) und meine Gastnichte Alessia 31/10/18

Surfen an der “Costa Verde” 2/11/18

Der Jugendkreis “Hopefull” 2/11/18

Alessia und ich 14/11/18

Bummeln (wie meine Mum sagen würde) im “San Miguel Plaza” mit Timo 18/11/18

Unsere Gemeinde “Camino de Vida” 18/11/18

“Almuerzo de Solidaridad”, ein Benefizmittagessen des YMCA 17/11/18

Adiós Lima…

Nun ist schon wieder ein Monat seit meinem letzten Blogeintrag vergangen, unfassbar!

Ende August fuhren wir Volis gemeinsam zum „Y-Strand“, ein Strandababschnitt südlich von Lima, der dem YMCA gehört und wo im Sommer große Freizeiten für Jugendliche stattfinden. Obwohl das Wasser sehr kalt war, habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, hineinzudippen. Neben Rochen, Skorpionen und Krabben, gibt es dort sogar Delfine, von denen wir einige sahen. Nach dem Strandbesuch fuhren wir weiter nach Azpitia, ein kleines Dorf, in dem der YMCA ein unglaublich großes Gelände mit Hotel und Hochseilgarten hat, das wir für Teambuildingmaßnahmen nutzten.

Am Wochenende danach zogen wir dann endlich bei unserem Gastfamilien ein und bekamen am ersten Tag direkt zu sehen, wie brachial der sechsmonatige Geburtstag eines Babys hier teilweise gefeiert wird. Insgesamt habe ich mich in meiner Gastfamilie sehr wohl und herzlich aufgenommen gefühlt.

In den darauffolgenden Wochen fingen wir an, gemäß unseres Arbeitsplans zu arbeiten. Bei mir bestand dieser, neben Sprachkurs, aus Kinderprogramm montags (etwa wie Jungschar) und „Crecemos Felices“, ein Projekt mit Kinder aus sozial schwächeren Familien, denen neben Sport und Spielen, Hausaufgabenbetreuung angeboten wird, dienstags und mittwochs, aus den Jugendgruppen „Alpha“ für Jugendliche donnerstags und „Hopefull“ für junge Erwachsene freitags.

Neben diesen ganzen Dinge bot sich wochenends immer die Möglichkeit, meine Gastfamilie des letzten Jahres zu besuchen, was wirklich wunderschön war. Zusätzlich sah ich auch sehr viele Freunde des Schüleraustauschs wieder, was ein absolutes Highlight war.

Momentan liege ich entspannt im Bett im Hause meiner letztjährigen Gastfamilie, das sich im ruhigen und sonnigen Chaclacayo befindet. Nachdem ich zu einem Art Tag der offenen Tür meiner ehemaligen Schule hier heute gegangen werden sein, werde ich morgen Abend den Nachtbus nach Trujillo nehmen, wo ich dann endlich nicht mehr aus dem Koffer leben muss und hoffentlich richtig durchstarten kann, aber dazu mehr im nächsten Blogeintrag.

Gebet

Danke für:

  • meine zwei Gastfamilien hier in Lima
  • viele neue Freundschaften
  • das Wiedersehen alter Freunde
  • Sublime (meine Lieblingsschokolade)

Bitte für:

  • ein gutes Ankommen und Einleben in Trujillo

Der deutlich kleinere Strand des Strandabschnitts des YMCAs 29/8/18

Ein Teil des Geländes des YMCAs in Azpitia 30/8/18

Einziehen in meine neue Gastfamilie in Callao 1/9/18

„Tamales“ und Bundesliga zum Frühstück 2/9/18

Torte zum sechsmonatigen Geburtstags Salvadors 2/9/18

Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Perú in Miraflores schauen 9/9/18

Crecemos Felices 18/9/18

18/9/18

Sublime con Galleta, meine Lieblingsschokolade hier 4/9/18

Wiedersehen meiner zwei Brüder 4/9/18

Chifa essen mit meiner ehemaligen Gastfamilie in Chaclacayo 14/9/18
Parque Central 14/9/18

14/9/18

Die „Provincia-Volis“ 21/9/18

Llegado en Perú

Moin Moin Amigos,

nun bin ich schon seit acht Tagen hier in Lima. Bevor ich am Samstag in meine vorübergehende Gastfamilie gehen werde, wohnen wir die ersten zwei Wochen hier alle zusammen im riesigen „Y“, der Hauptgebäudekomplex des YMCA Perú. Neben Kindergarten und Schule gibt es hier auch ein Schwimmbad, Fitnessstudio, unzählige Räume für Tanzkurse und noch viel mehr. Den Tag unserer Ankunft verbrachten wir ganz gemütlich in der „Casa Clement“, dem Haus der deutschen Familie, deren Aufgabe es u.a. ist, uns Volontäre hier in Perú zu betreuen. Glücklicherweise bot sich an dem Tag gleich auch ein kleines Zeitfenster, in dem ich den Bruder meines letztjährigen Austauschschülers wiedersehen konnte, mit dem ich mich sehr gut verstehe. Die ersten Tage war sehr viel Programm, das v.a. durch das Kennenlernen der Stadt und der Angebote des YMCA gefüllt war. Wir besichtigten u.a. einen Salsakurs, sowie den Teeny- und Jugendkreis des YMCA, das Stadtzentrum Limas, die deutsche Botschaft und viele weitere Dinge, wie etwa einen schönen Park an der Steilküste, wo wir den Sonntagnachmittag mit vielen neuen peruanischen Freunden verbrachten. Samstag lernte ich meine Gastfamilie für die Zeit hier in Lima kennen, wobei Timo und ich, mit dem ich meine Gastfamilie immer wenn ich in Lima bin teilen werde, den Jackpot überhaupt zogen, denn wie wir erfuhren sind unser Gastvater und Gastbruder große Fußballfans und besitzen jedwede Pay-TV Sender, was bedeutet, das ich hier nicht auf europäischen Spitzenfußball verzichten muss. Gestern besichtigen wir zudem ein Armenviertel, „Independencia“, wo wir verschiedene Projekte des YMCA besuchten. Die Leute dort waren sehr gastfreundlich und hatten einen tiefen und festen Glauben und so schenkten uns die Betreiber einer kleinen Näherei des YMCA jeweils ein T-Shirt, obwohl sie selbst nicht viel Geld hatten und wir reichen Europäer locker etwas dafür hätten bezahlen können. Außerdem beeindruckten mich die Frauen einer kleiner Strickwerkstatt, die Geld zusammenlegten, um einer geflüchteten Venezolanerin einen großen Beutel voller Lebensmittel kaufen zu können. Insgesamt wurden wir hier wirklich sehr herzlich empfangen und mir geht es soweit sehr gut, nur an Schlaf mangelt es etwas.

Gebet

Danke für:

  • den herzlichen Empfang
  • viele neue Leute, die ich kennenlernen durfte
  • die Möglichkeit Spanisch sprechen zu können

Bitte für:

  • das schnelle Lernen der vielen Namen
  • ein gutes Einleben in der Gastfamilie

Abschied aus Deutschland am Tag des Abfluges 19/8/18

Tag der Ankunft im „Casa Clement“ und Probieren von Inca Kola 20/8/18

Das zwei Mal tägliche Hühnchen mit Reis Essen 20/8/18

Im Saftladen, wo man seinen Saft selbst mit exotischen Früchten kombinieren kann 21/8/18

Willkommensessen im „Y“ 22/8/18

Besuch in „Independencia“ 27/8/18

Besichtigung des Stadtzentrums 22/8/18

Tanzkurs mit dem sexiest Tanzlehrer alive 22/8/18

Kennenlernen unserer Gastfamilie 25/8/18

Der Countdown läuft…

Gut Kick liebe Freunde der warmen mitteleuropäischen Sonne!

Nur noch 11 Tage und ich werde mich bereits in Boeings 787-8 Dreamliner Richtung América del Sur befinden. Neben Vorfreude überwiegt bei mir allerdings noch der Abschiedsschmerz von Freunden, Familie und natürlich meiner großen Liebe: dem Döner.

karte-peru

Peru mit den drei Einsatzstellen v.S.n.N.: Arequipa, Lima, Trujillo

Ab dem 19. August werde ich mit meiner Entsendeorganisation, dem CVJM, ein Freiwilliges Soziales Jahr in Peru absolvieren. Nach zweiwöchiger Einführung in Lima, werden wir Freiwillige einen vierwöchigen Sprachkurs ebenfalls in Lima bestreiten. Anfang Oktober werde ich dann zusammen mit einem weiteren Freiwilligen, Mathis, nach Trujillo fahren, um dort an meiner eigentlichen Einsatzstelle meines Freiwilligendienstes zu arbeiten, auf den ich mich nach unserem ersten Vorbereitungswochenende im Februar in Bayern, sowie nach unserem erst kürzlich stattgefundenen neuntägigen Vorbereitungsseminar in Kassel, bestens vorbereitet fühle.

Auf diesem Blog möchte ich euch einen Einblick in meine Arbeit und mein Leben vor Ort geben. Ich versuche monatlich mindestens einen Beitrag hochzuladen. Wenn ihr nichts verpassen wollt, könnt ihr sehr gerne eure E-Mail-Adresse in der Seitenleiste eintragen, um eine Benachrichtigung direkt in euer Postfach zu bekommen, sobald ein neuer Beitrag hochgeladen wurde.

Über eure Unterstützung in Form von Gebet würde ich mich natürlich sehr freuen.
Auch gegen finanzielle Zuschüsse hätte ich nichts einzuwenden. Die Bankverbindung lautet:

AG der CVJM Deutschlands
IBAN: DE57 5206 0410 0000 0012  10
BIC: GENODEF1EK1
Konto Nr. 12 10; EKK Kassel; BLZ 520 604 10
mit dem Vermerk (genau identischer Wortlaut wie folgt ist wichtig!):
„Spende Volontariat Manuel Bäuerle oder weltweit“
Auftraggeber: Adresse des Spenders! (für die Spendenbescheinigung)

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Alle Peru-Volontäre gemeinsam auf dem Vorbereitungsseminar in Kassel:
v.l.n.r.; oben: Timo, Florian, Mathis, Leandra, Hannah, Julia, Ich
             unten: Miriam, Marla, Lena, Naema

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Mathis und ich (Team Trujillo);
(das Licht war übrigens aufgrund der Mittagssonne sehr unvorteilhaft)

Meine Entsendeorganisation ist der CVJM (Christlicher Verein junger Menschen).
ErLogo CVJM AG ist der größte christlich-ökumenische Jugendverband in Deutschland und bietet Programme und Aktionen für Kinder und Jugendliche, sowie für Erwachsene und Familien in ca. 2200 CVJM-Einrichtungen in Deutschland. Seit mehr als 35 Jahren besteht eine Partnerschaft zum YMCA Peru und jedes Jahr entsendet die AG der CVJM elf junge Menschen für ein Jahr als Volontäre nach Peru.

In Lima, Trujillo und Arequipa gehören Kinder-, Jugend-und Erwachsenenarbeit, Sportgruppen, Freizeiten, Ferienprogramme und vieles mehr zu den Arbeitsbereichen des YMCA. Auch viele soziale Programme wie „Mision en salud“ oder „Crecemos felices“ sind wichtiger Bestandteil der Arbeit.